grippe.net
            

Allgemein

Der Wirkstoff Paracetamol wird bei leichten bis mäßigen Schmerzen und bei Fieber sehr wirksam eingesetzt.

Der genaue Wirkmechanismus des Paracetamols ist bis heute noch nicht geklärt. Doch im Gegensatz zu den nichtsteroiden Antirheumatika wirkt Paracetamol kaum auf die periphere Cyclooxygenase. Deswegen sind die Nebenwirkungen wie bspw. Magen-Darm-Geschwüre sehr viel geringer ausgeprägt. Neben dem beeinflusst der Wirkstoff die Blutplättchenaggregation nicht und hat somit keine blutgerinnungshemmende Wirkung wie Acetylsalicylsäure, was z.B. in Aspirin Complex enthalten ist.

Anwendung

  • Erkältungskrankheiten
  • Nasennebenhöhlenentzündung, Schnupfen
  • Kopf-, Regel- und Zahnschmerzen
  • Migräne

Im Gegensatz zu Acetylsalicylsäure eignet sich der Wirkstoff Paracetamol auch bei Kindern und Säuglingen zum Fiebersenken und zum Lindern von Schmerzen.

Gegenanzeigen

Wann sollte Paracetamol nicht verwendet werden?

  • Bei Überempfindlichkeit gegenüber Paracetamol und chemischen Verwandten des Stoffes

Ausschließlich unter ärztlicher Beobachtung und mit besonderer Vorsicht, darf der Wirkstoff eingesetzt werden:

  • Bei einer Leberfunktionsstörung durch chronischen Alkoholmissbrauch, Leberentzündung sowie dem Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
  • Bei Nierenfunktionsstörungen

Was sollte bei Schwangerschaft und Stillzeit beachtet werden?

Der Wirkstoff ist plazentagängig und kann somit in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes eintreten. Ebenfalls beim Stillen gelangt Paracetamol in die Muttermilch.
Bis heute ist zwar noch nicht bekannt, dass der Wirkstoff dem ungeborenen Kind oder dem Säugling schaden könnte, jedoch sollte vor Einnahme ein Arzt um Rat gefragt werden.

Was sollte bei Kindern berücksichtigt werden?

Über einen kurzen Zeitraum dürfen Säuglinge und Kinder Paracetamol erhalten. Jedoch sollte eine deutlich geringere Dosis als beim Erwachsenen gewählt werden. Unter diesen Umständen sollte auf alle Fälle ein Arzt befragt werden.

Nebenwirkungen

Jeder Mensch reagiert anders auf ein bestimmtes Präparat und genau deswegen gibt es unerwünschte Nebenwirkungen, die bei dem Einen auftreten und bei dem Anderen wiederum nicht. Im Folgenden werden die wichtigsten Nebenwirkungen aufgeführt, wobei beachtet werden muss, dass die Darreichungsform dabei eine wichtige Rolle spielt

Seltene Nebenwirkungen

  • Hautrötungen

Sehr seltene Nebenwirkungen

  • Allergische Reaktionen mit einem Hautausschlag

Vereinzelte Nebenwirkungen

  • Wassereinlagerungen in das Gesicht (Quincke-Ödem)
  • Verminderung der Leukozytenanzahl (Leukozytopenie)
  • Blutplättchenverminderung (Thrombozytopenie)
  • Atemnot, Schweißausbrüche, Übelkeit
  • Blutdruckabfall bis zum Schock
  • Asthma (Analgetika-Asthma)
  • Verminderung von allen Blutzellen (Panzytopenie)
  • Fehlen von Granulozyten (Agranulozytose)

Besonderheit

Bei einer normalen Dosierung von Paracetamol ist die Wahrscheinlichkeit für Schäden der inneren Organe minimal.

Überdosis und die Folgen

Wenn ein gesunder Erwachsener einmalig mehr als 10 bis 12 g oder über einen längeren Zeitraum mehr als 7,5 g Paracetamol täglich einnimmt, sind Leberschäden möglich.

Bei Überschreiten der Tageshöchstdosis sind Vergiftungserscheinungen innerhalb der ersten 24 Stunden nach Einnahme möglich. Zu diesen zählen Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und es kann tödlich enden. Als Antidot wird in den ersten 8 bis 10 Stunden N-Acetylcystein verabreicht.

Wenn solche hohen Dosen längerfristig eingenommen werden, kann es zu Müdigkeit, Kopfschmerzen und Nervosität kommen. Bei plötzlichem Absetzen des Medikaments im Anschluß kann es zu Muskelschmerzen kommen.
Falls neben dem ebenfalls andere Schmerzmittel kombiniert werden, können Nierenschäden hervorgerufen werden.

Ohne eine ärztliche Verordung sollten solche Schmerzmittel wie Paracetamol nicht länger als 3 Tage und nicht mehr als an 10 Tagen im Monat eingenommen werden.

Wechselwirkungen

Im Folgenden sollte erneut darauf geachtet werden, dass die Wechselwirkungen von der Darreichungsform abhängen und es deswegen zu unterschiedlich starken Wechselwirkungen kommen kann.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Paracetamol mit:

  • einigen Schlafmitteln und Antiepileptika, aber auch Tuberkulosemittel wie z.B. Rifampicin und Alkohol kann der Abbau von Paracetamol zu einem giftigen Stoffwechselprodukt verstärkt werden.
  • Chloramphenicol kann dessen Ausscheidung deutlich verlangsamt werden. Dies macht den Wirkstoff noch giftiger.
  • dem AIDS-Medikament Zidovudin wird die Möglichkeit zur Bildung eines Weiße-Blutkörperchen-Mangels erhöht.
  • Medikamenten, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung führen, kann die Paracetamolaufnahme in den Körper bei Säften und Tabletten und der Wirkungseintritt verzögert werden. Im Gegensatz dazu fördern Medikamente, die die Magenentleerung beschleunigen, den Wirkungseintritt.

Wenn Paracetamol nach einer Impfung gegen das dadurch eingetretene Fieber eingenommen wird, könnte der Impferfolg eingeschränkt werden.

Bis heute ist noch unklar, ob es zu schädlichen Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme von Paracetamol mit Blutverdünnern wie z.B. den Cumarinen kommen kann. Aus diesem Grund sollte in diesem Fall eine Behandlung nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

rss facebook twitter wong sperl
Printable Resources
2009-2010 influenza season
each year several hundred thousand people are diagnosed at the influenza virus. Even deaths, especially in elderly and chronically ill people also occur in
* Drink plenty of fluids such as water, fruit juices, and clear soups (chicken).
* Treat fever and aches with over-the-counter medications such as acetaminophen (Tylenol),
* ibuprofen (Advil or Motrin), and naproxen (Aleve or Naprosyn).
* Avoid touching hard surfaces where flu viruses may remain alive: handrails, telephones, doors, faucets, and counters. Wash your hands often, especially after being in public places or at work.
* Cough and sneeze into a soft tissue or handkerchief. Carefully dispose of soft tissues after using them.
* Stay away from people who have the flu, if possible.