Der Wirkstoff Paracetamol wird bei leichten bis mäßigen Schmerzen und bei Fieber sehr wirksam eingesetzt.
Der genaue Wirkmechanismus des Paracetamols ist bis heute noch nicht geklärt. Doch im Gegensatz zu den nichtsteroiden Antirheumatika wirkt Paracetamol kaum auf die periphere Cyclooxygenase. Deswegen sind die Nebenwirkungen wie bspw. Magen-Darm-Geschwüre sehr viel geringer ausgeprägt. Neben dem beeinflusst der Wirkstoff die Blutplättchenaggregation nicht und hat somit keine blutgerinnungshemmende Wirkung wie Acetylsalicylsäure, was z.B. in Aspirin Complex enthalten ist.
Im Gegensatz zu Acetylsalicylsäure eignet sich der Wirkstoff Paracetamol auch bei Kindern und Säuglingen zum Fiebersenken und zum Lindern von Schmerzen.
Ausschließlich unter ärztlicher Beobachtung und mit besonderer Vorsicht, darf der Wirkstoff eingesetzt werden:
Der Wirkstoff ist plazentagängig und kann somit in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes eintreten. Ebenfalls beim Stillen gelangt Paracetamol in die Muttermilch.
Bis heute ist zwar noch nicht bekannt, dass der Wirkstoff dem ungeborenen Kind oder dem Säugling schaden könnte, jedoch sollte vor Einnahme ein Arzt um Rat gefragt werden.
Über einen kurzen Zeitraum dürfen Säuglinge und Kinder Paracetamol erhalten. Jedoch sollte eine deutlich geringere Dosis als beim Erwachsenen gewählt werden. Unter diesen Umständen sollte auf alle Fälle ein Arzt befragt werden.
Jeder Mensch reagiert anders auf ein bestimmtes Präparat und genau deswegen gibt es unerwünschte Nebenwirkungen, die bei dem Einen auftreten und bei dem Anderen wiederum nicht. Im Folgenden werden die wichtigsten Nebenwirkungen aufgeführt, wobei beachtet werden muss, dass die Darreichungsform dabei eine wichtige Rolle spielt
Bei einer normalen Dosierung von Paracetamol ist die Wahrscheinlichkeit für Schäden der inneren Organe minimal.
Wenn ein gesunder Erwachsener einmalig mehr als 10 bis 12 g oder über einen längeren Zeitraum mehr als 7,5 g Paracetamol täglich einnimmt, sind Leberschäden möglich.
Bei Überschreiten der Tageshöchstdosis sind Vergiftungserscheinungen innerhalb der ersten 24 Stunden nach Einnahme möglich. Zu diesen zählen Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und es kann tödlich enden. Als Antidot wird in den ersten 8 bis 10 Stunden N-Acetylcystein verabreicht.
Wenn solche hohen Dosen längerfristig eingenommen werden, kann es zu Müdigkeit, Kopfschmerzen und Nervosität kommen. Bei plötzlichem Absetzen des Medikaments im Anschluß kann es zu Muskelschmerzen kommen.
Falls neben dem ebenfalls andere Schmerzmittel kombiniert werden, können Nierenschäden hervorgerufen werden.
Ohne eine ärztliche Verordung sollten solche Schmerzmittel wie Paracetamol nicht länger als 3 Tage und nicht mehr als an 10 Tagen im Monat eingenommen werden.
Im Folgenden sollte erneut darauf geachtet werden, dass die Wechselwirkungen von der Darreichungsform abhängen und es deswegen zu unterschiedlich starken Wechselwirkungen kommen kann.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Paracetamol mit:
Wenn Paracetamol nach einer Impfung gegen das dadurch eingetretene Fieber eingenommen wird, könnte der Impferfolg eingeschränkt werden.
Bis heute ist noch unklar, ob es zu schädlichen Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme von Paracetamol mit Blutverdünnern wie z.B. den Cumarinen kommen kann. Aus diesem Grund sollte in diesem Fall eine Behandlung nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.